Unsere Balkonkraftwerk Komplettsets
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Balkonkraftwerken
Die maximale Leistung eines Balkonkraftwerks liegt bei 800 Watt (0,8 kW) Einspeiseleistung und 2.000 Wp Modulleistung – beides gilt unabhängig von einer Anmeldung, denn eine anmeldefreie Grenze gibt es nicht. Während die Modulleistung angibt, wie viel Strom die Solarmodule maximal erzeugen können, deckelt die Einspeiseleistung (W) den Wechselrichter auf das, was tatsächlich ins Hausnetz fließt. Jedes Balkonkraftwerk muss spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Eine zusätzliche Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt seit dem Solarpaket I.
Nein. Die 800-Watt-Grenze gilt pro Marktlokation, also pro Stromzähler – zwei Anlagen mit je 800 Watt würden zusammen 1.600 Watt einspeisen und damit die zulässige Gesamtleistung überschreiten. Speisen mehrere Wechselrichter parallel am selben Zähler ein, zählt für die Grenze immer die Summe aller Geräte. Mehr Ertrag erlaubt stattdessen ein einzelner 800-Watt-Wechselrichter mit bis zu 2.000 Wp Modulleistung – der legale Weg zu einem größeren System
In der Praxis passiert meist wenig, denn eine fehlende Anmeldung wird selten entdeckt oder verfolgt. Rechtlich drohen dennoch ein Bußgeld – theoretisch bis zu 50.000 €, in der Realität für private Balkonkraftwerke praktisch nie ausgeschöpft – sowie eine Vertragsstrafe von bis zu 1.000 €, wenn durch einen rückwärtslaufenden Zähler eine falsche Stromabrechnung entsteht. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister lässt sich auch nachträglich erledigen – danach sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite.
Ein 800-Watt-Balkonkraftwerk erzeugt an einem Sommertag rund 4 bis 5 kWh, im Winter sinkt der Ertrag des Balkonkraftwerks auf etwa 0,5 kWh pro Tag. Bei einem Strompreis von 0,36 €/kWh und rund 60 % Eigenverbrauch ohne Speicher ergibt das Einsparungen von bis zu 217 € im Jahr*⁷. Sparen lässt sich dabei nur mit Strom, der tagsüber direkt verbraucht wird – überschüssiger Strom fließt ohne Vergütung ins Netz. Ein Speicher löst dieses Abend-Problem und erhöht den Eigenverbrauch auf nahezu 100 %.
Ja. Ein Balkonkraftwerk amortisiert sich je nach Modell in der Regel innerhalb von rund einem Jahr, mit Speicher in etwa zwei bis dreieinhalb Jahren*¹⁰. Voraussetzung dafür ist eine ausreichend sonnige, unverschattete Montagefläche; bei starker Verschattung und reiner Nordausrichtung verlängert sich die Amortisation des Balkonkraftwerks deutlich und die Anschaffung lohnt sich unter Umständen nicht.
Ein Balkonkraftwerk Komplettset kostet ohne Speicher zwischen 199,99 € (onLite) und 399,99 € (onPower), ein Balkonkraftwerk mit Speicher zwischen 799,99 € (onLite + 2,11 kWh) und 3.699,99 € (onPower + 12,66 kWh). Im Komplettset sind die Solarmodule, der Wechselrichter bzw. Speicher mit integriertem Wechselrichter und das Anschlusskabel enthalten. Extra kosten die Halterung passend zum Montageort, etwa für Flachdach oder Balkongeländer sowie längere Anschlusskabel, falls die Steckdose weiter entfernt liegt.
Die passende Größe richtet sich nach Ihrem Jahresverbrauch: Bis 1.400 kWh (1–2 Personen) genügt das onLite mit 900 Watt, bis 3.500 kWh (2–3 Personen) das onBasic mit 1.000 Watt. Bis 5.000 kWh (3–4 Personen) passt das onPower mit 2.000 Watt, darüber das onPower Plus mit 4.000 Watt – dann allerdings als vollwertige Solaranlage.
Ja. Ein Balkonkraftwerk wird steckerfertig geliefert und an eine normale Schutzkontakt-Steckdose angeschlossen – eine Elektrofachkraft ist dafür gesetzlich nicht vorgeschrieben. Alternativ gibt es die Wieland-Steckdose, die zusätzlich mechanisch verriegelt; sie muss von einer Elektrofachkraft installiert werden. Sinnvoll ist ein Fachbetrieb, wenn die vorhandene Steckdose oder Zuleitung alt oder beschädigt ist – und zwingend beim onPower Plus, das als vollwertige Solaranlage gilt.
Ja. Seit dem Solarpaket I gehört ein Balkonkraftwerk in der Mietwohnung zu den privilegierten baulichen Veränderungen nach BGB und WEG – Vermieter oder Eigentümergemeinschaft dürfen die Zustimmung nur noch aus wichtigem Grund verweigern (z.B. Denkmalschutz). Ein pauschales Nein reicht nicht mehr. Ohne Bohren kommen Sie am Balkongeländer aus sowie im Garten und auf dem Flachdach, wo die Halterung nur beschwert wird. Für Wand, Gartenhaus und Ziegeldach ist Verschrauben nötig.
Ja, der Betrieb mehrerer Solaranlagen an einem Gebäude ist grundsätzlich erlaubt. Läuft das Balkonkraftwerk unabhängig von der bestehenden PV-Anlage, entfällt für den Balkonkraftwerk-Strom die Einspeisevergütung, es genügt die separate Anmeldung im Marktstammdatenregister. Wird es dagegen technisch mit der PV-Anlage verbunden, kann der bestehende Vergütungssatz gelten, dafür ist aber eine Anmeldung beim Netzbetreiber nötig. Prüfen Sie vorher, ob die Sicherung im Zählerkasten für die zusätzliche Leistung ausgelegt ist.
Die Solarmodule sind auf eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgelegt, der Wechselrichter auf rund 10 Jahre und ein Speicher wie der Solakon ONE auf bis zu 8.000 Ladezyklen. Die Leistung der Module sinkt dabei nur minimal: maximal 0,4 % pro Jahr, sodass nach 30 Jahren noch mindestens 87,4 % der ursprünglichen Leistung erhalten bleiben. Diese Zahlen sind durch die jeweilige Hersteller-Produktgarantie beziehungsweise lineare Hersteller-Leistungsgarantie abgesichert.*¹⁵
Drei Punkte sprechen gegen ein Balkonkraftwerk: Der Ertrag schwankt stark mit Wetter und Jahreszeit – im Winter oft nur ein Zehntel des Sommerertrags. Ohne Speicher lässt sich nur rund 60 % des erzeugten Stroms selbst nutzen, und ohne sonnige, unverschattete Fläche sinkt der Ertrag zusätzlich. Für Berufstätige, die tagsüber durchgehend außer Haus sind, rechnet sich die Anschaffung ohne Solarspeicher entsprechend langsamer. Ein Speicher wie der Solakon ONE gleicht das aus und hebt den Eigenverbrauch auf nahezu 100 %.
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